BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Nelkenweg 2
41366 Schwalmtal
Tel. 02163-20 17 64
Fax 02163-20 17 65
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Manfred Böttcher, Amerner Ratsmitglied, ist entäuscht, dass der bundesweite Konkurrenzkampf der Einzelhandelskonzerne jetzt auch auf Schwalmtaler Boden ausgefochten werden kann: "Mit meiner Gegenstimme und auf der Basis von unvollständigen und fehlerhaften Beratungsunterlagen hat der Gemeinderat entschieden, den Schwalmtaler Einzelhandel durch zusätzliche Ausweisung von 1500 m² Verkaufsfläche am Kranenbach zu erweitern und einem scharfen womöglich ruinösen Wettbewerb auszusetzen. .
Das Verträglichkeitsgutachten belegt:. Dieser Bebauungsplan könnte womöglich unerwünschte Folgeprobleme für den bestehenden und entstehenden Einzelhandel in Amern und Waldniel hervorrufen."

Schwalmtal (ago) „Mit Ruhm hat sich das Unternehmen hier nicht bekleckert“, sagte der Planungsausschuss-Vorsitzende Lothar Höckendorf (CDU). Er sprach über das schalltechnische Gutachten zum Ausbau des Kranenbachcenters in Amern. Zunächst hatte man „nur“ redaktionelle Fehler vermutet, als Jörg Graf Bernadotte, Eigentümer nicht nur des angrenzenden Bistros, sondern auch eines Wohnhauses, Einspruch erhob.
Am 27. Mai ließ er seine Anwälte die Fehler auflisten. Demnach soll eine falsche Berechnungsgrundlage bei der Parkplatzlärmstudie zugrunde gelegt worden sein, das Unternehmen habe eine neue Fassung, die immerhin seit August 2007 eingeführt sei, nicht beachtet. Vier weitere Punkte nannten die Anwälte in ihrem Schreiben. Daraufhin ließ die Gemeinde das Ingenieurbüro das Gutachten nachbessern. Doch auch darin fanden „Brösels“ Anwälte noch Probleme. Es sei eben nicht sicherzustellen, dass gewisse Parkplätze ab 21.30 Uhr nicht mehr benutzt würden, wenn die Geschäfte bis 22 Uhr geöffnet hätten. Außerdem befürchten sie Anlieferungen am Backshop zwischen 22 und 6 Uhr.
Zweite Expertise eingeholt
Grünen-Fraktionschef Jürgen Heinen war ebenso sauer wie der Ausschuss-Vorsitzende. „Wenn hier nicht ein Bürger Anwälte eingeschaltet hätte, wer wäre dann auf die Schnitzer gekommen?“ fragte er. Immerhin sei dasselbe Gutachter-Büro auch an anderer Stelle in Schwalmtal tätig gewesen, wer wisse schon, ob da nicht auch Fehler gemacht worden seien? Planungsamtsleiter Bernd Gather versuchte, die Gemüter zu beruhigen. Der TÜV Süd habe das Gutachten geprüft. „Diese zweite neutrale Meinung war uns wichtig“, sagte Gather. Demnach sei alles rechtlich in Ordnung. Das zweite Schreiben der Anwälte von Graf Bernadotte sei rein formal nicht zu werten, weil es für die Bürgerbeteiligung zu spät eingegangen sei. Natürlich suche man auch hier weiterhin den Dialog. Allerdings: „Den Backshop gibt es auch jetzt schon, da sind noch nie Lärm-Probleme aufgetreten.“ Und das Wohnhaus sei eine Betriebsleiterwohnung, für die nicht die üblichen Anforderungen eines allgemeinen Wohngebiets gelten.
Am Ende stimmte nur Manfred Böttcher (Grüne) gegen die Gesamtplanung. Er hält den Supermarkt nach wie vor für überdimensioniert und fürchtet um das Bestehen des Hit-Marktes. Alle anderen Politiker aber wollen dem freien Markt nichts vorschreiben und die Entwicklung beobachten. „Dieser Standort ist die einmalige Chance, den Einzelhandel dahin zu holen, wo er hingehört“, betonte Gather.
| Publikation | Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH |
| Lokalausgabe | Rheinische Post Viersen |
| Erscheinungstag | Dienstag, den 19. Juli 2011 |
| Seite | 16 |

Die Planung für die Vergrößerung des Kranenbachcenters zwischen Ober- und Unteramern sehen die Grünen weiterhin kritisch. Im Ausschuss diskutierte die Politik über die Zukunft der Nahversorgung auf dem Land.
VON BIRGITTA RONGE
Schwalmtal Für den Bebauungsplan für das Kranenbachcenter gab der Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr am Dienstagabend mit einer Gegenstimme grünes Licht. Einer Prognose bis 2020 zufolge werden rund 60 Autos pro Stunde mehr vom Kranenbachcenter über die Hauptstraße fahren, für die Ringstraße wird ein Auto alle zwei Minuten mehr angenommen. Sehr viele Einkäufer von außen werde das Kranenbachcenter gar nicht anziehen, versuchte Planer Bernd Wegmann die Politik zu beruhigen, „für das Angebot des Kranenbachcenters haben wir eine erstaunlich geringe Anzahl an Stellplätzen“. Insofern stelle das erweiterte Kranenbachcenter auch keine Konkurrenz für Einkaufszentren „auf der grünen Wiese“ dar.
Dies wollte Manfred Böttcher (Grüne) so nicht stehen lassen. Einem Gutachten von April zufolge erscheine die Ansiedlung eines Vollsortimenters mit 1500 Quadratmeter Verkaufsfläche „grundsätzlich verträglich“, die Neuansiedlung könne „zu einer langfristigen Stabilität des Zentrums beitragen“. Man rechne mit „positiven Synergien“ auf den bestehenden Einzelhandel in Amern. Allerdings: Die Neunansiedlung am Kranenbachcenter werde an allen Lebensmittelstandorten zu absatzwirtschaftlichen Folgen führen, an der Siemensstraße könne dies sogar existenzgefährdend sein. „Da muss man sich doch fragen, ob das Ganze nicht eine Nummer zu groß für Amern ist“, stellte Böttcher fest, „und ob wir da nicht einem Einzelhändler, der sich an der Siemensstraße etabliert hat, das Wasser abgraben.“
Der Grenzlandmarkt genieße „juristisch gesehen keinen Bestandsschutz“, erklärte dagegen Bernd Gather vom Planungsamt der Gemeinde. „Langfristig wollen wir die Nahversorgung dort, wo Menschen leben - und nicht außerhalb.“ Jürgen Heinen (Grüne) fragte, wie man langfristig die ältere, nicht so mobile Bevölkerung in den Ortsteilen versorgen könne - gerade für Dilkrath etwa sei der Grenzlandmarkt wichtig. „50 bis 60 Prozent der Bevölkerung können fußläufig keinen Supermarkt erreichen, das lässt sich auch mit dem Bürgerbus nicht auffangen.“ Die Problematik ist bekannt, eine Lösung hat die Schwalmtaler Politik allerdings auch nicht. Die kleinen Geschäfte, stellte Kurt van de Flierdt (CDU) fest, seien „doch alle deshalb pleite gegangen, weil wir in die großen Supermärkte gegangen sind“. Dem pflichtete Wilhelm Klawitter (FDP) bei: „Diese Entwicklung haben wir ja selbst gewollt. Wir wollten die Aldis und Lidls. Und so lange wir stolz verkünden, dass wir dies und jenes im Internet gekauft hätten, wird sich daran auch nichts ändern.“ Auch „fahrende Supermärkte“ im Bus seien keine Lösung, warf Bernd Gather ein, „da kauft man vielleicht einen Liter Milch, aber den Großeinkauf erledigt man beim Vollsortimenter“. Wirtschaftlich lohne sich so ein Modell nicht.
Er wolle nicht bestreiten, dass man eine Nahversorgung in Amern brauche, erklärte Manfred Böttcher, „nur die Größenordnung macht mir Sorgen“. Das Zentrenkonzept sei „etwas für große Städte, aber doch nicht für eine so kleine Flächengemeinde, wie wir es sind“.
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Rheinische Post Viersen | |
Donnerstag, den 05. Mai 2011 | |
S. 21 |

Das Kranenbachcenter zwischen Ober- und Unteramern soll erweitert werden. Norma bleibt, nebenan soll Rewe einziehen.
Der Architekt stellte dem Planungsausschuss das Konzept vor.
VON BIRGITTA RONGE
Schwalmtal Der Niederkrüchtener Architekt Albrecht Caspari zog mit seinen Ideen für die Neugestaltung des Kranenbachcenters in Amern gleich das Wohlwollen der Schwalmtaler Politik auf sich. Denn er hatte bei der Entwicklung des Konzepts für das Einkaufszentrum nicht nur an eine grüne Schallschutzwand und die Begrünung gedacht, sondern berichtete im Planungsausschuss auch, man wolle den Verlauf des Namen gebenden Kranenbachs, der im Bereich des Einkaufszentrums kanalisiert verläuft, auf
dem Parkplatz deutlich sichtbar in blau markieren. Auch die kleinteilig gestaltete Optik der Fassade erinnert eher an eine Einkaufspassage mit Ladenzeile als an einen großen Klotz.
Noch befindet sich neben Norma eine große Halle. Das Gebäude soll entfernt und in den hinteren Bereich verschoben werden, denn die Eigentümer des Kranenbachcenters wollen einen zusätzlichen Vollsortimenter mit einer Verkaufsfläche von rund 1500 Quadratmeter neben Norma errichten. Rewe soll dort einziehen. Norma, die Drogerie, der Metzger, Bäcker, Sonnenstudio, Schreibwarenladen und Gastronomie bleiben erhalten, „ein Geschäft mit Geschenkartikeln und ein Friseur oder eine Kosmetikerin sind außerdem geplant“, informierte Caspari im Ausschuss.
„Wenn 1500 Quadratmeter möglich sind, ist das sehr zu begrüßen“, erklärte Thomas Hurtmanns für die CDU. „Bauchschmerzen wegen des innerdörflichen Konzepts“ meldete dagegen Manfred Böttcher für die Grünen an, „es gibt viele Leerstände auf der Dorfstraße, Immobilien lassen sich dort kaum vermarkten“. Auch die SPD meldete Bedenken an: „An der Ringstraße könnte man Verkehrsprobleme erwarten, außerdem könnte der Rewe-Markt eine Konkurrenz für den Grenzlandmarkt werden“, so Fraktionschef Hermann-Josef Welters. Die FDP allerdings sah das anders: „Die Versorgungslage in Amern hat uns ja immer Kopfschmerzen bereitet“, so Hans-Dieter Heinrichs, „vom Grundsatz her sind wir also der Meinung, dass das etwas ist, was dort gebraucht wird.“ Er frage sich lediglich, ob die geplanten Fläche für Stellplätze ausreiche. Christdemokrat Thomas Paschmanns („Als Amerner muss ich da jetzt was zu sagen“) bat Caspari: „Vielleicht erreichen Sie es, die Parklücken nicht zu eng zu machen, damit sich auch Mütter mit zwei Kindern nicht quetschen müssen“. Er habe „nicht den Eindruck, dass wir zu viele Leerstände haben“. Gerade für Ältere sei es doch leichter, mit dem Rollator zum Kranenbachcenter zu gehen als zu Hit. Die Konkurrenzsituation beider Märkte sei wohl kein Problem, „das wird sich der Investor schon ausgerechnet haben, dass er neben Hit überleben kann“.
Einstimmig beschloss daraufhin der Ausschuss, dem Rat die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans für den Bereich des Kranenbachcenters an der Hauptstraße zu empfehlen.
Publikation Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Lokalausgabe Rheinische Post Viersen
Erscheinungstag Mittwoch, den 08. Dezember 2010
Seite 18

Noch befindet sich neben Norma am Kranenbachcenter in Amern eine große Halle. Doch das Gebäude soll entfernt werden, denn die Eigentümer des Kranenbachcenters wollen einen zusätzlichen Vollsortimenter mit einer Verkaufsfläche von rund 1500 Quadratmeter neben Norma errichten. Rewe soll dort einziehen. Norma, die Drogerie, der Metzger, Bäcker, Sonnenstudio, Schreibwarenladen und Gastronomie bleiben erhalten, ein Geschäft mit Geschenkartikeln und ein Friseur oder eine Kosmetikerin sind außerdem geplant. "REWE in Amern" schneidet städtebaulich schon auf den ersten Blick besser ab als "EDEKA in Waldniel". Dennoch sollte man - so die Grünen - in der weiteren Planung auch die Auswirkungen auf die Haupt-, Ring- und Dorfstraße bedenken. Denn es macht wenig Sinn, große Supermärkte in einen Ortskern zu holen, aber gleichzeitig die Menschen an den Ortsrand zu locken. Wohnen auf der grünen Wiese statt Einkaufen auf der grünen Wiese? Wie das Gebiet zwischen Ober- und Unteramern für's Wohnen attraktiver gemacht werden kann, sollte im Zusammenhang mit der Supermarktansiedlung neben Norma untersucht werden. Ortsentwicklung
Mittlerweile hat sie sich zu einem Biotop entwickelt, dessen ökologische Wertigkeit mit Sicherheit höher ist als die Diskussions- und Argumentationsfreudigkeit der Schwalmtaler CDU-Fraktion zu deren Folgenutzung. Gemeint ist die Grube der ehemaligen Krautfabrik im Waldnieler Ortskern und die Diskussion um den Edeka-Markt. Er soll mit 1500 m² Verkaufsfläche auf das Gelände gequetscht werden – ohne die Auflagen der Gestaltungssatzung. Denn der Gemeinderat wird sie am 5. Oktober in der Ratssitzung mehrheitlich für Edeka außer Kraft setzen. Besonders die CDU nutzt nach dem Motto „Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen“ ihre absolute Mehrheit aus und stimmt alle Einwände der Anwohner(innen) nieder. Manche würden gern eine Erklärung hören, warum die CDU-Fraktion einen Reisemobilstellplatz mit einer vierstelligen Investition am Kaiserpark für zu laut und zu teuer hält aber den gleichen Lärm ein paar Meter weiter mittelbar mit einem sechsstelligen Eurobetrag aus der Gemeindekasse fördert. Lesen Sie hier die Berichte der Rheinischen Post zum Planungsausschuss am 21. September. Statt einer Debatte gab’s eine grüne Fragestunde. Für alle anderen hieß es offenbar „Alles klar – keine Bedenken!“
„Wir lieben Lebensmittel“, der Edeka – Slogan kommt bei vielen VerbraucherInnen gut an. Ob aber die SchwalmtalerInnen demnächst mehr Lebensmittel kaufen, um Kaiser’s, Lidl, Aldi, Netto und Edeka gemeinsam in Waldniel gedeihen zu lassen und den Ortskern wieder zu beleben? Das bleibt abzuwarten… Wir Grüne aber bleiben dabei: der Standort „Krautpresse“ eignet sich nicht für einen so großen Supermarkt.
Anwohner rund um das Gelände der ehemaligen Krautfabrik in Waldniel haben Bedenken gegen den Bebauungsplan. Sie fürchten Krach durch Lüftungsanlagen, anliefernde Lastwagen und Kundenverkehr.
Schwalmtal Der Bebauungsplan für das Gelände der ehemaligen Krautfabrik wird nach Anregungen von Anwohnern geändert und erneut ausgelegt. Dafür stimmte der Planungsausschuss der Gemeinde Schwalmtal am Dienstagabend bei vier Enthaltungen durch die Fraktion der Grünen. Anwohner vom Häsenberg, der Amerner Straße, der Dülkener, Neu- und Marktstraße hatten unter anderem wegen des zu erwartenden Lärmpegels Bedenken vorgebracht und eine Begrünung der Fassade des geplanten Edeka-Marktes zur Neustraße hin vorgeschlagen, damit Vorbeigehende und Anwohner nicht auf eine große Wand gucken müssen. Auch waren Befürchtungen geäußert worden, durch die geplante Zu- und Abfahrtsregelung auf dem Supermarktparkplatz werde es zu einem Rückstau am Knotenpunkt Amerner Straße/Häsenberg kommen.
Einzig die Grünen gingen in der Diskussion im Ausschuss auf die Kritikpunkte ein. Es sei „schon erstaunlich“, formulierte es Grünenfraktionschef Jürgen Heinen, „dass am Kaiserpark aus Lärmschutzgründen keine drei Wohnmobile parken dürfen, an anderer Stelle aber solche Lärmemissionen über mehrere Stunden am Tag kein Problem sind.“ Dabei ging es um die Lüftungsanlagen im Technikraum des Supermarktes. Laut Schallschutzgutachten werde die Haustechnik einen Schallpegel von 70 dBA nicht überschreiten. Letztlich sei es doch dann so, dass betroffene Anwohner nach Inbetriebnahme des Marktes selbst Gutachten in Auftrag geben müssten, um zu beweisen, dass der Schallpegel über 70 dbA liegt, kritisierte Heinen. Planer Wegmann beruhigte: „Der Kreis muss im Baugenehmigungsverfahren prüfen, ob diese Lüfter nicht lauter sind als angegeben.“ Und Ausschussvorsitzender Lothar Höckendorf (CDU) fügte hinzu: „Es ist nicht so, dass der Bauherr eine Baugenehmigung erhält und nachher kümmert sich keiner mehr drum.“ Paul Schinken (Grüne) erinnerte: „Wir hatten vor Jahren in Birgen mal Lkw stehen, bei denen über Nacht die Klimaanlagen liefen. Ich kann mir schon vorstellen, dass diese Geräusche für die Anwohner störend sind.“
Zur Begrünung des Geländes fragte Heinen, warum der ursprüngliche Bebauungsplan von 1999 eine dichtere Begrünung, der aktuelle Vorschlag aber nur zehn Bäume auf dem Parkplatz vorsehe. Bernd Gather vom Planungsamt der Gemeinde erklärte, der alte Bebauungsplan habe einen kleinteiligen Einzelhandel mit Wohnbebauung vorgesehen, „eine ganz andere Zielsetzung damals“. Ginge es nach dem jetzigen Investor, würden überhaupt keine Bäume auf den Parkplatz gesetzt werden. Die Festlegung auf zehn Bäume nun sei „ein Kompromiss“. Gestaltung und Begrünung der Fassade zur Neustraße hin, wie von Anwohnern vorgeschlagen, sei nicht Teil des Bebauungsplanes. Gleichwohl habe die Gemeinde die Anregungen an den Bauherrn weitergegeben, der bereits eine teilweise Begrünung der Fassade zugesagt habe.
- /BIRGITTA RONGE
Quelle: Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH Publikation: Rheinische Post Viersen Ausgabe: Nr.222 Datum: Donnerstag, den 23. September 2010, Seite: Nr.18

Von rund 280.000 Euro Subventionen für den geplanten Supermarkt auf dem ehemaligen Krautpressengelände schrieben Rheinische Post und
Grenzland-Nachrichten. Dazu addiert sich noch die notwendige Sanierung der Neustraße, die in Fachkreisen mit rund 100.000 € beziffert wird. Ist es jedem Schwalmtaler Bürger und jeder Bürgerin zuzumuten, rund 20 € pro Kopf auszugeben, damit ein Schwalmtaler Investor zwar einen „Schandfleck“ beseitigt, aber stattdessen an einem nicht besonders schönen Bau im Waldnieler Ortskern verdienen kann? Brauchen wir einen Edeka-Markt gerade dort? Ja, sagte heute eine große Mehrheit im Gemeinderat.
Die Schwalmtaler Grünen haben sich von Anfang an gegen den städtebaulich nicht akzeptablen Standort „Krautpresse“ für den großflächigen ortskernrelevanten Einzelhandel ausgesprochen. Wir können eine Schwalmtaler Planung auf Basis des seit seiner Einführung äußerst umstrittenen § 24a LEPro NRW (Landesentwicklungsprogramm) zur Steuerung des großflächigen Einzelhandels nicht akzeptieren. Dieser allenfalls für Großstädte passende Paragraph hat ein hohes Maß an Rechtsunsicherheit geschaffen. Dieser Zustand dauert nun schon seit mehreren Jahren an und hat zu erheblichen Hindernissen für die Einzelhandelsentwicklung geführt. Seit Juli 2007 regelt der § 24a LEPro NRW die Planung der großflächigen Einzelhandelsvorhaben in Nordrhein-Westfalen. Inzwischen wurde die Norm teilweise für verfassungswidrig erklärt. Im Übrigen hat das Oberverwaltungsgericht Münster - in einer noch nicht rechtskräftigen Entscheidung - geurteilt, dass die Norm die Gemeinden bei der Bauleitplanung nicht binde. Denn die dort enthaltenen Regelungen zur Planung von großflächigen Einzelhandelsvorhaben seien keine Ziele der Raumordnung.
Einstweilen dauert die bereits seit Jahren bestehende Rechtsunsicherheit in Nordrhein-Westfalen weiter an.
Nicht so in Schwalmtal: hier scheint die Regelung als so unumstößlicher Sachzwang für den Einzelhandelsstandort Krautpresse zu gelten, dass er alle anderen Alternativen (z.B. Weuthen)ausschließt. Dass dieser ungünstige Standort auch noch mit fast 400.000 Euro aus dem klammen Gemeindehaushalt subventioniert werden soll, wollten wir Grünen nicht mitverantworten.
Aber die Mehrheit unter Federführung der CDU hat leider anders entschieden....
Schwalmtal. Der Parkplatz an der alten Krautpresse in Waldniel ist wahrlich kein schöner Anblick. Vor neun Jahren hatte die Gemeinde die rund 2300 Quadratmeter große Fläche gekauft, damals für 341 000 Euro. Über Jahre hinweg war das Gelände Parkplatz. Das soll es auch weiterhin bleiben: Nach den Plänen des Investors, der auf dem Gelände der ehemaligen Krautfabrik einen Edeka-Supermarkt errichten will, ist dort der Markt-Parkplatz mit 79 Stellplätzen geplant. Zusätzliche 14 Stellplätze will die Gemeinde an der Lange Straße errichten. Ein Fußweg mit Treppe soll beide Parkplätze verbinden. Der Planungsausschuss der Gemeinde hatte diese Konditionen im nichtöffentlichen Teil beraten. Die Entscheidung trifft der Rat am kommenden Dienstag.
Das Problem: Die einst bezahlten 341 000 Euro für das Gelände an der Amerner Straße wird die Gemeinde vom Investor wohl nicht erhalten. Statt knapp 149 Euro pro Quadratmeter würde sie die Fläche dem Investor für rund 90 Euro pro Quadratmeter verkaufen. Gleichzeitig kauft die Gemeinde das Grundstück an der Lange Straße - macht 76 000 Euro. Für den Fußweg zwischen den Parkplätzen müsste die Gemeinde 25 000 Euro bezahlen. Im Gegenzug würde sich der Investor verpflichten, 20 000 Euro für die Sanierung der angrenzenden Neustraße zu zahlen.
Das schmeckt nicht allen Ratsmitgliedern in Schwalmtal. „Wir sind dafür, diese Brachfläche im Ortskern zu veräußern - aber zu angemessenen Konditionen?, sagt Hans-Dieter Heinrichs, Fraktionschef der Liberalen. Seine Fraktion sei „mit dem ganzen Prozess nicht einverstanden“. Man müsse sich mit dem Investor noch einmal zusammensetzen. Auch die Grünen lehnen den Verkauf des Geländes zu diesem Preis ab. „Wir haben kein Verständnis für dieses Vorhaben“, sagt Fraktionsvorsitzender Jürgen Heinen. Man müsse „die Gesamtfinanzlage der Gemeinde betrachten“. Und: „Wenn man schon subventionieren will, dann nicht für diesen Zweck, sondern zum Beispiel für karitative Einrichtungen.“
Dr. Hermann-Josef Welters, Fraktionsvorsitzender der SPD, sieht das anders. Seine Fraktion sei für den Verkauf. Der Grund: „Wenn wir den Ortskern wiederbeleben wollen, müssen wir in den sauren Apfel beißen, um diesen Schandfleck zu beseitigen“. Und eben hinnehmen, dass der Verkauf auch mit einem Verlust für die Gemeinde verbunden sei.
Lothar Höckendorf, Fraktionsvorsitzender der CDU, will ebenfalls an dem Verkauf der Fläche festhalten. ?Die kolportierte Verlust-summe von 280 000 Euro ist haltlos. Zu Zeiten von Kämmerer Gerd-Rudolf Schweinsberg seien im Investitionsetat der Gemeinde stets 200 000 Euro für die Herrichtung des Parkplatzes vorgesehen gewesen. „Dieses Geld, was ich jetzt nicht mehr ausgeben muss, kann ich da mit rein rechnen.“ Damit bliebe ein Verlust von "weit unter 100 000 Euro" übrig, und das sei "der CDU der Vollsortimenter an diesem Standort wert".
- /BIRGITTA RONGE
Quelle:
Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Publikation: Rheinische Post Viersen
Ausgabe: Nr.105
Datum: Donnerstag, den 06. Mai 2010
Seite: Nr.18
Von der Sitzung des Ausschusses für Planung, Umwelt und Verkehr in Sachen "Edeka auf dem Krautpressengelände" berichten heute die
Grenzlandnachrichten.
Drei Investoren hatten Interesse an möglichen Supermarkt-Standorten in Waldniel bekundet. Die Analyse eines Gutachters hat dem Planungsausschuss zur Entscheidung verholfen. Eine Perspektive gibt es nur für die Krautfabrik.
VON GABI LAUE
Schwalmtal. Das vielfach heiß diskutierte Thema „Zentrenkonzept und Vollsortimenter-Ansiedlung in Waldniel“ ist in eine Marschrichtung gelenkt. Der Planungsausschuss schlägt dem Rat für seine Sitzung am Dienstag vor, das Bauleitverfahren für das Gelände der ehemaligen Krautfabrik einzuleiten. Das soll den Bau eines Supermarkts mit bis zu 1500 Quadratmeter Verkaufsfläche und Anbindung an die Lange Straße ermöglichen. Der Ausschuss folgte mit 13 Ja-Stimmen und einer Enthaltung den Empfehlungen des Gutachterbüros Junker und Kruse. Die Grünen stimmten wegen ungeklärter Verkehrs-Fragen dagegen.
In Waldniel hatte Rewe Interesse am Krautfabrik-Standort und wollte einen großen Markt mit bis zu 121 Parkplätzen bauen. Kaiser’s hatte die Bahnhofstraße im Blick, während Edeka sich gern auf dem Weuthen-Gelände positioniert hätte. „Tatsächlich legen wir uns mit dem zentralen Versorgungsbereich jetzt fest“, bekräftigte Ausschussvorsitzender Lothar Höckendorf (CDU). Die beiden anderen Standorte sind damit vom Tisch. Einzig die Krautfabrik habe beste Aussichten zur städtebaulichen Integration, war sich Planer Stefan Kruse sicher. Er erläuterte seine 39-Seiten-Analyse der drei Wunsch-Standorte, die auch die rechtlichen Rahmenbedingungen aufzeigte: „Dieses Gutachten soll Planungs- und Rechtssicherheit bieten.“ Ein Großteil des Lebensmittelangebots finden Schwalmtaler an fußläufig nicht erreichbaren Standorten. Wird das Gelände der Krautfabrik als Entwicklungsfläche mit in den zentralen Versorgungsbereich aufgenommen, lasse sich ein Baukörper mit entsprechender Ausrichtung gut ins Waldnieler Zentrum eingliedern und stärke die Nahversorgungsfunktion, so Kruse. Zweifel der Grünen wegen des ansteigenden Geländes parierte Planungsamtsleiter Bernd Gather: „Die topografischen Probleme werden wir lösen können.“
Bedenken äußerten die Grünen auch wegen der Verkehrsströme. Jürgen Heinen: „Die Vorstellung, dass 90 Parkplätze bestückt werden, finden wir waghalsig.“ Man müsse sich samstags nur einmal den Betrieb zwischen Aldi und Lidl ansehen. „Noch mehr Verkehr halte ich für unmöglich.“ Seine Fraktion habe auf eine verkehrsplanerische Untersuchung Wert gelegt. Die SPD sei immer für die Krautfabrik gewesen, erklärte Dr. Marco Kuhn: „Das ist eine städtebauliche Chance, eine Wiederbelebung des Ortskerns, die müssen wir nutzen.“
Eine Chance stehe für ihn außer Frage, räumte Jürgen Heinen ein, und er sehe auch Bedarf für einen Vollsortimenter, doch: „Hier geht es um Größenordnungen.“ Eine weitere Konsequenz sei, dass die Gestaltungssatzung für den Ortskern Waldniel dann nicht mehr zu halten sei. Die CDU sein in ihrer Meinungsbildung gefestigt, sagte Thomas Hurtmanns. Volle Zustimmung bekräftigte Prof. Bernd Simonis für die FDP: „Wir können froh sein, wenn wir den Schandfleck endlich wegkriegen.“
- /GABI LAUE
Quelle:
Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Publikation: Rheinische Post Viersen
Ausgabe: Nr.229
Datum: Freitag, den 02. Oktober 2009
Seite: Nr.16

Seit dem Ende des vorigen Jahrhunderts wurschtelt die CDU-Mehrheit an der Planung des ehemaligen Krautpressegeländes und an der Frage des zentrenrelevanten Einzelhandels herum. Die Mehrheit im Planungsausschuss hat's am 30. September entschieden: das Projekt Vollsortimenter auf dem ehemaligen Kraupressegände gehört - zumindest an der Langen Straße - zum Zentrum und wird weiter verfolgt. Es geht jetzt in die Bebauungsplanung. Sollte tatsächlich an der Langen Straße ein großflächiger Supermarkt in Betrieb gehen, büßen die bestehenden Lebensmittelhändler massiv an Umsatz ein, und die Verkehrsprobleme im Ortszentrum werden wachsen. Lesen Sie mehr zu der Debatte im Schwalmtaler Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr.
Zu einer regen Bürgerbeteiligung an der Neuaufstellung des örtlichen Flächennutzungsplans rufen die Schwalmtaler Grünen auf. Der Plan liegt vom 27. Dezember 2005 bis zum 27. Januar 2006 im Rathaus, Markt 20, Zimmer 209, montags bis mittwochs von 7.30 bis 16 Uhr, donnerstags von 7.30 bis 17 Uhr sowie freitags von 7.30 bis 12 Uhr aus. Besonders kritisch sollten sich die Bürger(innen) die von der CDU im Flächennutzungsplan durchgedrückte Standortkonzeption für den Schwalmtaler Einzelhandel anschauen.
So ist zum Beispiel auf dem 6.300 m² großen Gelände der „Kraftverkehr Schwalmtal“ an der Bahnhofstraße ein Verbrauchermarkt mit Vollsortiment vorgesehen. Und bereits vor drei Wochen, noch bevor die Öffentlichkeit zu diesem Plan Stellung nehmen kann, hat die Ratsmehrheit dem Antrag der Mönchengladbacher „Broich Wohnungsbau GmbH“ stattgegeben, dort einen Bebauungsplan aufzustellen, um einen Verbrauchermarkt mit 2.500 m² Verkaufsfläche zu errichten.
Die Grünen wundern sich, dass bisher kaum Kritik an dieser Idee geäußert wurde. Denn städtebaulich halten sie dieses Projekt für eine Katastrophe. Fraktionsvorsitzender Jürgen Heinen: „Keine hundert Meter weiter stehen auf dem ehemaligen KUAG-Gelände am Vogelsrather Weg Flächen zur Verfügung, die um ein Vielfaches größer sind.“ Heinen geht davon aus, dass das „Kraftverkehr“-Gelände an der Bahnhofsstraße für den Einzelhandel auf lange Sicht eher zu klein ist. „Eine weitere Brache, wie im ehemaligen „Plus“ am Markt können wir uns nicht erlauben.“ Zudem kann die Bahnhofstraße in ihrem jetzigen Zustand kaum noch mehr Verkehr verkraften. Für entsprechende Sanierungsmaßnahmen fehlt der Gemeinde das Geld. Dass der Investor die Kosten übernimmt, glaubt Heinen nicht.
Die grüne Ratsfrau Maria Beiten bezweifelt, dass derzeit ein weiterer Vollsortimenter im Waldnieler Zentrum nötig ist: „Die jetzige Mischung in Waldniel ist gut. Von Aldi bis Kaiser`s. Falls der neue Markt an der Bahnhofstraße zusätzlich einen Bäcker, Metzger oder einen Blumenstand beherbergt, wird dies den noch bestehenden Handel bedrohen.“ Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Manfred Böttcher ist nicht davon überzeugt, dass das von der CDU favorisierte Konzept die derzeit in Viersen und Mönchengladbach einkaufenden Schwalmtaler zukünftig nach Waldniel lockt, zumal dort Zentrenkonzepte in ganz anderer Dimension diskutiert werden. Ihn stört, dass der neue Flächennutzungsplan Einzelhandelsentwicklung nur für den Waldnieler Ortskern vorsieht:.„Spätestens seit EDEKA und SPAR sich aus Amern bzw. der Waldnieler Heide zurückgezogen haben, merken wir, dass dieses Zentrenkonzept nicht zu einer Flächengemeinde passt. Wir müssen vielmehr einen potenten Investor nach Schwalmtal locken, der bereit ist, die Grundversorgung auch außerhalb des Waldnieler Ortskerns sicherzustellen, egal ob mit festen oder mobilen Verkaufsstellen. Schwalmtal wird in 20 Jahren viel mehr Senioren beherbergen. Und die kaufen bereits heute viele Gebrauchsgüter im Internet ein, werden aber für ihren Alltagsbedarf nach wohnortnahen Einkaufsmöglichkeiten suchen." Da gleichzeitig der Flächenbedarf des „erlebnisorientierten Einzelhandels“ wachsen wird, regen die Schwalmtaler Grünen an, mittelfristig das KUAG-Gelände zu entwickeln, Filialsysteme zu unterstützen und aus der Fläche von „Kraftverkehr Schwalmtal“ ein Baugebiet für altengerechtes Wohnen zu machen.
Die Innenstädte von Morgen stellen neue Anforderungen. Schwalmtal geht die Zukunft an: Zwischen Michael-Straße und Nordtangente soll ein neues Einkaufszentrum entstehen. Doch die Planung birgt viel Zündstoff.
VON HELGA SEIFERT
Schwalmtal. Supermärkte auf der grünen Wiese sind Vergangenheit, der zentrumsnahen Geschäftslage gehört die Zukunft. Einige Handelsketten planen die demografische Entwicklung der Bevölkerung bereits in ihre Planungen ein: Kleinere Kommunen sind als Standort kein Tabu mehr. Diese Entwicklung könnte dem Handel in Schwalmtal zu Aufwind verhelfen. Die Politik will dafür jetzt die Weichen stellen: Das Areal von der St. Michael-Passage, Gartenstraße, Krautfabrik, Bahnhofsstraße bis zum Bauhof und südlichen Industriegebiet wird neu überplant. Ein Investor aus Mönchengladbach will groß einsteigen: Er hat bereits den Vorvertrag für das Krautfabrik-Gelände unterzeichnet und zeigt Interesse für Grundstücke an der Gartenstraße und am Bauhof. Das Konzept des Investors sieht Wohn- und Geschäftshäuser mit Passagen-Charakter vor. Dazu sollen sich Fachmärkte (Drogeriemarkt, kleiner Baumarkt) gesellen. Die Gemeinde will mitziehen: Der neue Flächennutzungsplan soll den Weg dafür ebnen. Das letzte Wort hat die Bezirksregierung, die andere Interessen verfolgt: Städte wie Düsseldorf sollen nicht ausbluten, die Kaufkraft der Pendler nicht in die Wohnorte auf dem Land abwandern. Dieser Kaufkraftverlust beträgt in Schwalmtal mehr als 50 Prozent. Die Lebensmittelgeschäfte decken zwar mehr als 100 Prozent des täglichen Bedarfs ab, aber in anderen Branchen bestehen Angebotsdefizite. Dies gilt für medizinische orthopädische Artikel ebenso wie für Möbel, Teppiche, Uhren, Schmuck, Elektronik, Bekleidung, Gartenartikel oder ein Baumarkt-Sortiment. Die heeren Pläne haben allerdings mehr als einen Schönheitsfehler, wie Grünen-Chef Jürgen Heinen zu Recht in seiner Haushaltsrede feststellte. Ob sich die Bahnhofsstraße tatsächlich als Einkaufsmeile zwischen Boutiquen und Fachmärkten eignet, ist eine Frage. Eine andere das Urteil der Experten: Glaubt man den Aussagen des Unternehmensberaters Rainer Schmidt-Illguth dann funktioniert das Einkaufserlebnis in Waldniel nur, wenn Amern außen vor bleibt. Die jetzt dort ansässigen Geschäfte und Märkte decken nach seiner Aussage die tägliche Grundversorgung ab, neue Läden sollen nicht hinzukommen. Fazit: Zwei attraktive Einkaufzentren in Amern und Waldniel verkraftet die Gemeinde aus Sicht der Experten nicht. Die Konzentration des Angebots in Waldniel dagegen sei geeignet, Kaufkraft zu binden. Ob die Amerner aber dann tatsächlich Herrensakko, Kinderkleidung oder ihr Lieblingsparfüm in Waldniel kaufen, können auch kluge Köpfe nicht mit Sicherheit voraussagen