BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Nelkenweg 2
41366 Schwalmtal
Tel. 02163-20 17 64
Fax 02163-20 17 65
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KREIS VIERSEN „Wir leben ständig über unsere Verhältnisse und verprassen unsere wertvollen Ressourcen“appellierte Jurist und Politikwissenschaftler
Dr. Hermann E. Ott an Mieter, Eigentümer als auch an die Autofahrer, sparsam mit den Energien umzugehen. Dies galt natürlich umso mehr auch für die Industrie.
Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen hatte zu einer informativen Veranstaltung in den Anrather Stauten-Hof eingeladen, bei der es in erster Linie um Energien und Lebensmittel aber auch um das Handwerk ging. Ott vom Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt und Energie gab dabei vor allem den Politikern und Energieversorgern einen „Denkzettel“. So prangerte er die fehlende Kontrollfunktion des Staates bei den „schädlichen Kohle-Kraftwerken“ an, vermisste von den Energieversorgern den tatsächlichen
Einsatz für erneuerbare Energien: „Stattdessen wird kräftig im Ausland investiert, weil dort mit kurzfristigen Renditen zu rechnen ist.“ Bei der vom Vorsitzenden des Kreisverbandes Bündnis 90/Die Grünen, Manfred Böttcher, geleiteten Versammlung stellte auch Gastgeber und Bio-Landwirt Christoph
Leiders seinen ökologischen Landbau vor. Er kritisierte in erster Linie, dass die Kriterien, Bio-Lebensmittel auf den Markt zu bringen, regional in der EU unterschiedlich seien. Auch hätten Groß-Discounter einen Bio-Boom erzeugt, der aber keiner sei. Den Verbrauchern riet er, bei der Auswahl der Güter kritisch
zu sein.„Die Wirtschaft eines Landes ist nur so gut wie sein Verbraucherschutz
ist“, sagte die Grünen-Abgeordnete des Europa-Parlaments, Hiltrud Breyer. Sie wünschte, alle krebserregenden Stoffe vom Markt zu nehmen, darunter auch die Pestizide.
Energiebewusst handeln
Für die Kreishandwerkerschaft Krefeld/Kreis Viersen sprach Stephan Finger. „Es geht uns auch um den Umweltschutz“, sagte Finger.Die hiesigen Handwerksbetriebe würden den heutigen Anforderungen energiebewussten Handels in immer stärker werdendem Maße gerecht. Für die Kreis-Bauernschaft
nahm Heinz Josef Tölkes Stellung. Nach seiner Ansicht müsse sich der Gartenbau und die Landwirtschaft innovativ zeigen. Und dabei schloss er das „Agrobusiness“ ein, um als starker Teil des Mittelstandes in der Region zu bleiben.
Quelle: Willi Schöfer in der Rheinischen Post v. 21.10.2008

Preiserhöhungen bei Energie und Lebensmitteln reißen immer größere Löcher ins Portemonnaie der Verbraucher. Die Zeichen mehren sich, dass die Schere zwischen Arm und Reich sich weiter öffnet. Politische Antworten erscheinen hilflos: sie reichen von der Renaissance der angeblich kostengünstigen Atomkraft, über Sozialtarife bis hin zu Gentechnik und Agrobusiness. Können wir uns den Strom aus Sonne, Wind und Biomasse überhaupt noch leisten? Werden gentechnikfreie und biologisch angebaute Lebensmittel zum kaum bezahlbaren Luxusartikel? Welche Zukunft haben bäuerliche Landwirtschaft und regionales Handwerk? Fallen die Standards beim Umwelt-, Verbraucher- und Gesundheitsschutz? Helfen Stromsozialtarife? Was kann das Handwerk bei der kostensparenden, umwelt- und altersgerechten Gebäudesanierung tun?
Über grüne Energie- und Lebensmittelpolitik vor dem Hintergrund steigender Preise diskutieren am „Grünen Donnerstag“
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Hiltrud Breyer MdEP (Mitglied im EP-Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit)
· Stephan Finger (Kreishandwerkerschaft Krefeld/Kreis Viersen)
· Christoph Leiders (Biolandwirt Stautenhof)
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Dr. Hermann E. Ott (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie)
· Heinz-Josef Tölkes (Kreisbauernschaft Krefeld-Viersen